Metropole europäischer Kunst, Elb-Florenz Augusts des Starken.

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Den Namen Elb-Florenz prägte Johann Gottfried Herder, der die Kunstschätze Dresdens gegen Ende des 18. Jhs. mit denen der Florentiner Uffizien verglich. Kurze Zeit vorher nannte der Archäologe Johann Joachim Winckelmann die Stadt "ein Athen für Künstler" - mit Blick auf die Antikensammlung im Zwinger, die damals einzig in der Welt war.

August der Starke wollte seine Residenz zu einem "Elb-Venedig" machen, die Stadt zum Wasser hin öffnen und den Fluss in die Gestaltung Dresdens einbeziehen. All die grandiosen Attribute sind keine Übertreibungen. Wer am nördlichen Elb-Ufer steht und hinüber zur Altstadt blickt, wird von dem einzigartigen Panorama tief beeindruckt sein, von der das Stadtbild beherrschenden Kathedrale, der wiederauferstandenen Frauenkirche, der Brühlschen Terrasse mit dem Albertinum und der hohen Kuppel der Kunstakademie. Dahinter ahnt man das Schloss, den Zwinger, dieses Spitzenwerk höfischen Barocks, und den Fürstenzug am Stallhof.

Dresden bietet eine Stadtlandschaft nach menschlichem Maß, überall überschaubar, dabei freundlich-intim, mit einer erstaunlichen Mischung aus Weltoffenheit und Provinzialität. Und wo sonst kann man schon zu Fuß in einer halben Stunde gemächlich von der Sixtinischen Madonna zu einer gläsernen Autofabrik wandern?

In der Nacht des 13. Februars 1945 wurde Dresden fast vollständig durch Bomberangriffe der Alliierten zerstört. Doch die Dresdner mit Ihrer unüberwindbaren Heimatverbundenheit entschlossen sich, die Stadt wieder aufzubauen.

Zum Symbol für den Aufbauwillen wurde die Frauenkirche. Seit 1992 wuchs der Bau zu respektabler Höhe. Die aus dem Schutt geborgenen alten Teile fügt man in der Technik des Barocks mit neuem Sandstein zusammen. 2005 soll die Kirche geweiht werden, ein Jahr früher als geplant. Wo sich daneben noch freier Platz dehnte, begann jetzt der Aufbau um den Neumarkt, wo einst 300 Häuser standen - eine Milliardeninvestition. Schon werden die ersten Bürgerhäuser im alten Stil neu errichtet. Außerdem ist hier und dort in den letzten Jahren bemerkenswerte Architektur hinzugekommen - das Ufa-Kino in der Petersburger Straße oder das St.-Benno-Gymnasium in der Pillnitzer Straße beispielsweise. Die Baustellen in der Innenstadt durch die neue Altmarkt-Bebauung und den geplanten Wiener Platz sind die wohl derzeit größten Baustellen des Freistaates Sachsen und werden der City zu noch mehr Glanz verhelfen.

Die Dresdner haben Interesse und Zeit für Kultur. Fünfzig Chöre gibt es in der Stadt, berühmte wie den Beethoven-Chor, den Philharmonischen Chor und den Bergsteigerchor; der Kreuzchor wurde vor 800 Jahren gegründet. Semperoper und Dresdner Philharmoniker sind weitere Stichworte zur Musikkultur, nicht zu vergessen die Jazzer und ihr Dixielandfestival, bei dessen Abschlussparade die ganze Altstadt swingt.

Und die Malerei! Sie hat in Dresden immer eine Heimstatt gehabt. Hier besaßen die Romantiker um Caspar David Friedrich ihr Zentrum. Von hier brachen sie auf dem Malerweg in die Sächsische Schweiz auf und entdeckten die Natur. 100 Jahre später schloss sich eine andere Künstlergeneration zur Gruppe "Die Brücke" zusammen und drückte sich ganz anders aus: unakademisch, expressiv. Und schließlich malten in den Siebziger- und Achtzigerjahren junge Künstler gegen das offizielle Kunstverständnis der DDR an, wie der zu Weltruhm gelangte A.R. Penck. Dresdens Kunstszene war in die Äußere Neustadt gezogen.

Die Äußere Neustadt gilt bis heute, nicht zuletzt dank dieser (jüngeren) Vergangenheit, als Szeneviertel. Das ist vielen "normalen" Dresdnern, die sich hier behaupten, gar nicht so lieb. Vor allem der abendliche Betrieb nervt sie. Denn eigentlich ist ihre Stadt nicht hektisch, nicht aufgeregt, sondern ein Ort an dem Provinzialismus und Weltläufigkeit sich auf sympathische Weise mischen.

Auf jeden Fall sind die Dresdner überzeugte Lokalpatrioten. Sie können gar nicht oft genug betonen, dass sie nirgendwo anders leben möchten. Sie sind bodenständig und offen, freundlich und kontaktfreudig.

Studentenclub Dresden